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IFiT Student Field Trip October 2019 (Blog 3- Linus and Johanne)

21 Oct 2019

Unser Studienprojekt beschäftigt sich übergeordnet mit dem Eukalyptus Anbau in der Algarve und dessen Folgen. In unseren vier Kleingruppen werden unterschiedliche Themen aufgegriffen, wie zum Beispiel die Wahrnehmung der Bevölkerung und der Touristen sowie der wirtschaftliche Faktor für die Algarve.

In den ersten Tagen, nach einem herzlichen Empfang, erhielten wir eine Einführung in die Pflanzenkunde der Region und konnten so unser Wissen über eine nachhaltige Aufforstung und Bewirtschaftung der lokalen Wälder stärken. Zudem bekamen wir einen Einblick, wie die Eukalyptus Monokulturen das Landschaftsbild in der Algarve prägen. So besuchten wir zunächst ein Anbaugebiet welches erst zwei Jahre alt war, ausgetrocknete Böden und eine karge Landschaft zeigten sich hier. Anschließend begutachteten wir ein Waldbrandgebiet. Die Bäume haben bereits neue Triebe gebildet, jedoch ist auch hier der Eingriff in die Natur durch den Menschen deutlich sichtbar gewesen. Im selben Zuge sprachen wir über die Hauptgründe der Waldbände und die Bevölkerung, welche unter diesen leidet. Existenzängste, Lebensgefahr, wie auch die Wahrnehmung waren Themen unserer Diskussionen.

In den darauf folgenden Tagen arrangierten wir verschiedene Termine mit Aktivisten, Landwirten und Journalisten. Der Herausgeber der Zeitschrift ECO123 Uwe Heitkamp, berichtete in einem Gespräch von seinen Erfahrungen mit dem Eukalyptusanbau. Da Herr Heitkamp in Monchique ansässig ist, war auch er durch ein Waldbrandfeuer betroffen. Das Gespräch war somit sehr intensiv und unsere Gruppe hatte die Möglichkeit einen umfassenden Einblick in die aktuelle Lage bekommen.

Aljezur ist in seiner Bevölkerung durch Aussteiger geprägt, welche sich gegen den Eukalyptusanbau aussprechen. Auch der wöchentliche Bauernmarkt und die dort verkaufenden Landwirte sind der Meinung, dass der Eukalyptusanbau einen negativen Einfluss auf die Region hat. Die in den nächsten Tagen durchgeführten Gespräche zeigten somit ein sehr einseitiges Meinungsbild der Situation. Die für unsere Kleingruppe wichtigen Akteure, welche aktiv mit dem Eukalyptus wirtschaften, konnten wir somit bis zu diesem Zeitpunkt nicht befragen. Jedoch eröffnete sich ein weiterer Untersuchungsaspekt. Die Alternativen zum Eukalyptus wie die einheimische Korkeiche und Medronho, wurden in diesem Zuge näher von uns betrachtet. Aufgrund dessen hatten wir die Chance unseren Besuch bei der Korkfabrik Amorim, mit einem Interview eines Korkschneiders zu ergänzen, welches sich sehr interessant und informativ gestaltete.

Nicht nur der Korkschneider sondern sämtliche Gesprächspartner empfingen uns mit einer sehr herzlichen und offenen Art, die unseren Aufenthalt positiv geprägt hat. Unsere Befürchtung, dass die ansässige Bevölkerung nicht gewillt ist Gespräche mit uns zu führen, hat sich somit nicht bestätigt.

Unser Aufenthalt war sehr schön und hat viel Spaß gemacht. Insgesamt können wir nur Positives aus dem Innovation Field Trips Projekt ziehen und würden es gerne wiederholen.

IFiT

Innovating Field Trips

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