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<teiHeader creator="Beatrix F&auml;rber" status="new" date.created="2009-02-10">
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<title type="uniform">Das Gedicht der vierzig Fragen von Eochaid ua C&emacr;r&imacr;n</title>
<title type="firstline">Apraid a &eacute;lchu Elga</title>
<title type="supplementary">German translation</title>
<title type="gmd">An electronic edition</title>
<author id="RT">Rudolf Thurneysen</author>
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<resp>Electronic edition compiled by</resp>
<name id="BF">Beatrix F&auml;rber</name>
<resp>Proof corrections by</resp>
<name>Beatrix F&auml;rber</name>
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<funder>University College, Cork via the Writers of Ireland Project</funder>
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<edition n="1">First draft, revised and corrected</edition>
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<extent><measure type="words">2270</measure></extent>
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<publisher>CELT: Corpus of Electronic Texts: a project of University College, Cork </publisher>
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<addrLine>College Road, Cork, Ireland&mdash;http://www.ucc.ie/celt</addrLine>
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<date>2009</date>
<distributor>CELT online at University College, Cork, Ireland.</distributor>
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<availability status="restricted">
<p>Available with prior consent of the CELT programme for purposes of academic research and teaching only.</p>
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<head>Manuscript sources of base text</head>
<bibl n="1">London, British Library, Egerton 1782, fo. 53va&ndash;54rb.</bibl>
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<head>The edition used in the digital edition</head>
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<author>Rudolf Thurneysen</author>
<title level="a">Das Gedicht der vierzig Fragen von Eochaid ua C&emacr;r&imacr;in [Apraid a &eacute;lchu Elga]</title>
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<title level="j">Zeitschrift f&uuml;r Celtische Philologie</title>
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<biblScope type="Volume">13</biblScope>
<pubPlace>Halle an der Saale</pubPlace>
<publisher>Niemeyer</publisher>
<date>1921</date>
<biblScope type="page">130&ndash;136</biblScope>
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<p>CELT: Corpus of Electronic Texts</p>
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<p>The electronic edition represents the edited text, pp. 130 and 133&ndash;136. The Middle Irish text is available in a separate file, G503000.</p>
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<p>Text has been checked and proofread once. Text supplied by the editor is tagged <emph>sup resp="RT"</emph>.</p>
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<p>The editor's hyphenation has been retained.</p>
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<creation>Rudolf Thurneysen.
<date>1920</date></creation>
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<language id="ga">A few terms are in Middle Irish.</language>
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<div type="introduction" lang="de">
<pb n="130"/>
<head>Das Gedicht Der 40 Fragen von Eochaid ua C&Emacr;r&Imacr;n</head>
<p>Eochaid Eolach ('der Kundige') ua C&emacr;rin wird LU 39 a 15 zusammen mit Fland [Manistrech] genannt, zwar auf einem vom Interpolator H eingeschobenen Blatt, aber da die Stelle einen Abschnitt des &auml;lteren Schreibers M fortsetzt, ist sie ohne Zweifel aus dem urspr&uuml;nglichen Text von LU aufgenommen. Darnach setzt man ihn wohl mit Recht ins 11. Jahrhundert; vielleicht war er der Klosterbruder oder der Nachfolger von Fland in Monasterboice.<note type="auth" n="1">S. O'Curry, Manners and Customs II 113 f.; Zimmer, KZ 28, 680f.</note> Soviel ich wei&szlig; sind nur zwei Gedichte von ihm &uuml;berliefert. Das eine &uuml;ber Loch Garman ist in die Dinnshenchas-Sammlung aufgenommen worden und zuletzt von Edw. Gwynn, The Metrical Dindshenchas III 168ff. herausgegeben. Das andere kenne ich nur aus Brit. Mus. Egerton 1782 fol. 53v, a&ndash;54r, b; es stellt 40 Fragen &uuml;ber die irische Urgeschichte und Sage.<note type="auth" n="1">Vgl. das <title>Gedicht der 50 Fragen</title>, das K. Meyer, ZCP 4 234ff. aus derselben Handschrift herausgegeben hat.</note> Gl&uuml;cklicherweise ist die Antwort in beigef&uuml;gten Interlinearglossen gegeben. Wenn diese auch wohl nicht vom Verfasser selber herr&uuml;hren, da der Glossator in Strophe 9 <frn lang="ga">son n-doilbthe</frn> als Kompositum <frn lang="ga">sonndoilbthe</frn> gefa&szlig;t zu haben scheint, so doch offenbar von einem Eingeweihten, vielleicht von einem Sch&uuml;ler Eochaids. Der Dichter scheint haupts&auml;chlich solche Sagenbestandteile im Auge zu haben, die von anderen Denkm&auml;ern &auml;hnlichen Inhalts abweichen oder sie erg&auml;nzen sollen.</p>
</div></front>
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<div0 type="poem" lang="de">
<pb n="133"/>
<head>Dies ist das Gedicht der vierzig Fragen, das Eochaid ua C&emacr;r&imacr;n gemacht hat</head>

<p n="1">Sagt, ihr Kundigen Elgs (Irlands), Schar des wahrhaft ber&uuml;hmten F&omacr;tla (Irland), kennt ihr im Westen oder Osten den Namen der Frau von F&emacr;nius Farsaid?<lb/>
B&emacr;lait die Tochter Laitens, Mutter N&emacr;ls des Sohns von F&emacr;nius Farsaid. Ein Sonnenstrahl hat sie get&ouml;tet.</p>

<p n="2">Welcher Mann t&ouml;tete Iar der Pferde? Wo wurde sein Erschlagen gefunden? Nicht traf ihn der Tod, obschon er ihn verwundet (erschlagen) hatte, den Kundigen<note type="auth" n="3">Oder: obschon der Kundige ihn verwundet hatte? Der Vers ist nicht ganz klar, zumal statt <frn lang="ga">ni</frn> vielleicht <frn lang="ga">in</frn> zu lesen ist; aber dann ist das gegens&auml;tzliche <frn lang="ga">c&iacute;a</frn> nicht recht verstaendlich.</note>  mit den vielen Sprachen.<lb/>
F&emacr;nius selber t&ouml;tete Iar <sup resp="RT">mac</sup> N&emacr;ma mit dem Kinnbacken eines Kamels, nachdem Iar zu B&emacr;lait gegangen war, and B&emacr;lait starb aus Liebe und wurde in Carn B&emacr;laite begraben.<note type="auth" n="4">Der Liebestod B&emacr;laits stimnmt nicht zu der Glosse zu Strophe 1, wonach ein Sonnenstrahl sie t&ouml;tete. Doch fehlt zwischen <frn lang="ga">gr&amacr;d</frn> und <frn lang="ga">ro-adhnocht</frn> kaum mehr als &ampersir;.</note></p>

<p n="3">Welcher gewaltsame Tod traf F&emacr;nius selber, nah oder fern? Wo ist der alte Weise Iar mac N&emacr;ma der <gap/><note type="auth" n="5"><frn lang="ga">nainteam</frn> (wegen der Alliteration nicht <frn lang="ga">n-ainteam</frn>) verstehe ich nicht.</note>  begraben.<lb/>

<pb n="134"/>

Auch F&emacr;nius starb nach 5 Tagen an einem Vergessenheitstrunk und wurde im Norden der Ebene von Senar begraben. Iar wurde in der Stadt Epithena<note type="auth" n="6">Vgl. im Auraicept: apud Eotenam ciuitatem B(ook of) B(allymote) B 316 b 21.</note> begraben and F&emacr;nius lie&szlig; nicht zu, da&szlig; er selber und Iar zusammen in derselben Stadt begraben wurden.</p>

<p n="4">Und welches sind die ungest&uuml;men z&auml;hen drei M&auml;nner, die nach der S&uuml;ndflut lebten, so da&szlig; sie sich von Horn zu Horn &uuml;ber jeder Ein&ouml;de in Irland befinden?<lb/>
Drei Br&uuml;der der Cessair kamen eine Nacht vor der S&uuml;ndflut nach Irland und sprachen gar nicht mit Cessair. In Gestalt von V&ouml;geln waren sie und auf Benn Boirche.</p>

<p n="5">Was f&uuml;hrte Parthol&omacr;n aus seinem Lande? Weshalb tat er die gro&szlig;e Tat? Mit wieviel Leuten war er von Tal zu Tal? Weshalb ging er in Irland unter?<lb/>
Parthol&omacr;n t&ouml;tete seinen Vater and seine Mutter, da er das K&ouml;nigtum fur seinen Bruder erstrebte (<note type="auth" n="7">deshalb hei&szlig;t er Parthol&omacr;n mac Sera, d. h. sippenm&ouml;rderischer Sohn. <term lang="ga">cera</term> ist 'Sippenmord')</note>. Und er kam auf der Flucht seines Sippenmords nach Irland. Darnach kam ein gro&szlig;es Steben als Strafe f&uuml;r seinen Sippenmord: 9000 von ihnen starben in einer Woche.<note type="auth" n="8">Das ist in j&uuml;ngere Redaktionen des Lebor Gab&amacr;la aufgenommen; s. B(ook of) B(allymote) 23 b 6 ff., van Hamel ZCP 10 153. 181. </note></p>

<p n="6">Welcher K&ouml;nig herrschte &uuml;ber Temair, als hochedler  Schnee fiel? Der Teil davon, der auf Temair fiel, war  feines Silber von <term lang="ga">findruine</term>. <lb/> 
Im siebenten Jahr der Herrschaft von &Emacr;na Airgtech fiel ein Regen von Silber in Temair and ein Regen von Wein &uuml;ber ganz Irland.</p>

<p n="7">Wer ist der J&uuml;ngling mit vielen Taten, der nach Emain kam ohne Irren? Er t&ouml;tete zehnmal Hundert&mdash;eine klare Tat&mdash;von dessen Leuten in einer Nacht.<lb/>
Oengus, der Sohn des Dagda, der kam nach Emain wegen des Wortes Conchobors, als dieser sagte: <q>CuChulainn &uuml;berstrahlt einen jeden.</q> Und Oengus t&ouml;tete zehnmal Hundert im Craebruad and fesselte C&umacr;Chulainn and versenkte Conall and Celtchair and Conchobor in Schlaf.<note type="auth" n="9">Von dieser Sage ist mir nichts bekannt.</note></p>

<p n="8">Welcher von seinen Ziehs&ouml;hnen im Osten vergewaltigte Etan? Und sage mir klug: welches ist der Name von Senbeccs Vater?<lb/>
 Abc&amacr;n ('Zwergchen') ua h-Ebricc der Dichter, der vergewaltigte Etan die Tochter Dianc&emacr;chts am Ufer des Boyne-Flusses and schw&auml;ngerte

<pb n="135"/>
sie. Darauf kam Oengus and totete Abc&amacr;n. Dann gebar Etan Senbec ('den alten Kleinen') and Oengus zog darauf Senbec auf.<note type="auth" n="10">Zum Zwerg Senbec vgl. RC 6, 182</note></p>

<p n="9">Die Namen der Drei mit den gef&auml;lschten Worten, la&szlig;t sie nicht unerledigt. Was bewirkt bis jetzt hier das Leuchten im Stamm, der fault?<lb/>
 <frn lang="ga">G&omacr;</frn> ('L&uuml;ge') and <frn lang="ga">Anf&imacr;r</frn> ('Unwahrheit') and <frn lang="ga">Ainfiss</frn> ('Unwissenheit') sind die Namen der <term lang="ga">sonndoitbthe</term><note type="auth" n="11">S. oben S. 130.</note>.&mdash;Als Christus aus seinem Grabe auferstand, da sang er den Psalter &uuml;ber einen morschen Stamm, daher ist das 'Fuchsfeuer' (Fosforeszieren des faulen Holzes).</p>

<p n="10">Wer hat zuerst Gastfreundschaft erwiesen? Kennt ihr seinen Wandel? Bitteres and S&uuml;&szlig;es zugleich, was hat sie in einer Nacht erzeugt?<lb/>
 Seth der Sohn Adams gab seinen Br&uuml;dern ein Gastmahl auf dem Berge Tabor and schenkte jedem Bruder unter ihnen Vieh (Habe), so da&szlig; sie ihm ihren Segen zur&uuml;cklie&szlig;en.&mdash;Michael sagte zu Adam: <q>Segne die Fr&uuml;chte; denn der Teufel der &Uuml;berredung wird wieder zu dir kommen, dich in betreff der Fr&uuml;chte zu verderben.</q> Alles, was Adam segnete, ist s&uuml;&szlig;; alles, an das der Teufel gelangte, ist bitter.</p>

<p n="11">Welcher von den K&ouml;nigen der Fir Bolg, der Irland beherrschte, obschon es wider die W&uuml;rde war, lieferte auf Mag Tured&mdash;elend war das Zusammentreffen&mdash;dem gefolgereichen Tuath D&emacr; <sup resp="RT">Danann</sup> eine Schlacht?<lb/>
Triath mac Amuir, der letzte K&ouml;nig der Fir Bolg, war der neunte K&ouml;nig unter ihnen. Und er lieferte den Tuatha D&emacr; Danann die Schlacht von Mag Tured.</p>

<p n="12">Welches sind die Namen der sechs Frauen und die Namen ihrer V&auml;ter, die die Sohne des trefflichen Mil(ed) mit sich nahmen von dem rotgesichtigen Tuath D&emacr; Danann?<lb/>
Lian, Liphe and Lemain, die drei T&ouml;chter Miders. Aillenn, Cuillenn and Cairche, die drei T&ouml;chter Goibniu's.</p>

<p n="13">Und nun die Namen der M&auml;nner, zu denen die Frauen kamen: ihr Leute der Kunst mit den beliebten Gedichten, h&ouml;rt auf uns and nennt sie!<lb/>
Lian (kam) zu Cuailgne, Life zu Fuat, Lemain zu Murthemne, Aillenn zu Lugaid, Cuillenn zu Surge, Cairche zu Sobairche.</p>
<pb n="136"/>
<p n="14">Welcher letzte rasche K&ouml;nig unter ihnen herrschte &uuml;ber die <corr sic="Sprossen" resp="BF">Sprosse</corr> der Gailian? Und sagt mir ohne Schimpf, welchen Namen hatte dieser K&ouml;nig?<lb/>
Dreizehn K&ouml;nige von den Tuatha D&emacr; Danann herrschten &uuml;ber Irland, bis die Maic Miled kamen. Gola, nach dem Sliab n-Gola in Kerry benannt ist, der war der letzte K&ouml;nig von ihnen.</p>
<p n="15">Und der Name der Frau des hohen &Emacr;ber&mdash; die gemeinen Barden kennen ihn nicht&mdash;, der Name ihrer Mutter <gap/><note type="auth" n="11"><frn lang="ga">cemafath</frn> mit kurzem 'a' verstehe ich nicht. </note> und der Name ihres edlen Vaters.<lb/>
Adair die Tochter des gro&szlig;en Dagda, die schlief mit &Emacr;ber; Morr&imacr;gan ist der Name der Mutter von Adair, der Frau &Emacr;bers.</p>

<p n="16">Welches ist sein Geschick von da bis jetzt, des Tuath D&emacr; (Danann) mit den wuchtigen Menschen? Verk&uuml;ndigt es zu Hause und im Osten, welches ihre W&uuml;rde ist, und sagt es!</p><closer>Bonn<signed>R. Thurneysen</signed></closer>

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